Google Chrome

Google hat recht still und heimlich einen eigenen Browser auf den Markt geworfen - Google Chrome. Der Browser ist OpenSource und bietet einige nette Features (z.B. verschiede Render-Engines).

Auf den ersten Blick also eine nette Alternative zu Firefox. Doch bei genauerer Betrachtung sieht das eher nach einem weiteren Schritt in Richtung Monopol im Internet durch Google aus.

Bekanntermaßen speichert Google jede Suchanfrage. Alleine mit diesen Daten und der IP-Adresse des Benutzers hat Google schon einige interessante Daten für ein Benutzerprofil.

Der nächste Schritt war  die Einführung von Gmail. Um einen Gmail-Account zu bekommen, mußte man eine persönliche Einladung von einem Mitglied bekommen. Dadurch lassen sich in gewissem Maße Beziehungen zwischen Personen abbilden.

Auch die kostenlosen Online-Office-Tools von Google muß man skeptisch betrachten. Immerhin liefert man seine Dokumente der Sammelwut von Google aus.

Der neue Browser Chrome ist damit ein weiteres Mosaiksteinchen im Datensammelsurium des Internet-Riesen. Wie man in den Privacy-Bestimmungen nachlesen kann, erhält jede Installation des Browsers eine eindeutige Kennung, die an Google übermittelt wird. Man braucht nicht unter Paranoia zu leiden, um die Alarmglocken läuten zu hören. Für Google ist so eine Kennung ein gefundenes Fressen und tausendmal mehr Wer, als z.B. die IP-Adresse des Surfers (die sich ja bekanntermaßen i.d.R. öfters ändert).

Google Chrome Infos

3 Antworten auf “Google Chrome”

  1. Tremorian sagt:

    Schön schnell ist Chrome, auch wenn ich noch das eine oder andere Feature vermisse.

    Das mit der ID empfinde ich nicht so sehr als Bedrohung. Wenn man genau drüber nachdenkt macht Microsoft in seiner Closed-Source-Software IE und Windows ähnliche Dinge (User-UUIDs etc.), allerdings mit dem Nachteil, daß man da natürlich nicht reinschauen kann. Auch wird diese ID nicht bei jedem Aufruf einer Seite an Google übertragen, sondern angeblich nur beim Programmstart von Chrome, wenn auf Programmupdates geprüft wird.

    Jedenfalls rauchen derzeit sicherlich die Köpfe in Redmond.

  2. Ingo sagt:

    Als Bedrohung würde ich das auch nicht bezeichnen, zumindest noch nicht. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, daß man Google unter Umständen persönliche Daten preisgibt, über die man anschließend keine Kontrolle mehr hat. Wenn man dann neben der Suchmaschine noch weitere Google-Services nutzt, läßt sich daraus ggf. schon ein Benutzerprofil erzeugen.
    Was Google letztendlich mit diesen Daten anstellt, kann momentan niemand sagen.

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