| M | D | M | D | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| « Mai | Jul » | |||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
| 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 |
| 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 |
| 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 |
| 29 | 30 | |||||
- 11.12.2011: Bester Fake Punt in der NFL
- 19.4.2011: Die ZDF Twitter-Story
- 13.4.2011: Love-this-Award : Belkin Conserve Switch
- 23.3.2011: Klebstoff an den Händen
- 3.2.2011: Neuer VW-Spot
- 3.2.2011: Android Market als Webstore veröffentlicht
- 30.1.2011: CD-Kritik : Royal Republic - We Are The Royal
- 8.11.2010: Trickspielzug des Jahres
- 2.11.2010: Aktuell in der Schleife...
- 18.10.2010: Batcave gefunden
Lotus Notes
Mobile
Privates
- Dezember 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- November 2010
- Oktober 2010
- August 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
Strafe für Nicht-Wähler oder Wie man die Schuld bei anderen sucht
Das Ergebnis der Europawahl hat gezeigt, daß die Politik die Menschen nicht erreicht. Im Gegenteil, durch die Profillosigkeit der großen Parteien bieten diese den Wählern auch kaum noch Anreize, sich für eine der Parteien zu entscheiden. Wenn das Programm der großen Parteien sowieso nahezu identisch ist, wozu sollte man da noch wählen gehen ?
Dazu paßt auch wunderbar die Forderung von SPD-Politiker Jörn Thießen, der fordert, Nicht-Wähler in Zukunft zu bestrafen. Damit würde man dann die Bürger verpflichten, ihre Stimme abzugeben.
Natürlich wäre es wünschenswert, wenn sich mehr Menschen an der Wahl beteiligen würden. Allerdings halte ich es für höchst zweifelhaft, wenn Politiker über solche Methoden die Demokratie aushebeln. Denn das Recht, seine Volksvertetung zu wählen beinhaltet eben auch das Recht, auf dieses zu verzichten.
Darüber hinaus ist die Forderung wohl nur ein armseeliger Versuch, über die eigene Unfähigkeit hinwegzutäuschen. Man gibt so den Bürgern die Schuld für jahrelange profillose und wenig begeisternde Arbeit bei der Führung des Staates von einer zur nächsten Krise.
Politische Diskussionen der Parteien verkommen immer mehr zu einer Muppet Show, Gesichter und Aussagen sind dabei zumindest unter den großen sog. “Volksparteien” beliebig austauschbar.
Wenn sich dieser Trend so fortsetzt, sollte sich keiner erstnhaft wundern, wenn die Wahlbeteiligung stetig weiter fällt und sich am Ende eben doch mal eine Rand-Partei bei einer Wahl durchsetzt. Bleibt dann nur zu hoffen, daß es sich dabei dann nicht um Radikalisten handelt.
Spiegel Online - Politik will neue Methoden gegen Wahl-Abstinenz